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Speisewirtschaft zum Wilden Mann
Familie Renate & Walter Käser-Fuchs
3464 Schmidigen
Tel.: 034 435 12 51 / Fax: 034 435 06 51
E-Mail: wilden.mann@bluewin.ch





Presseberichte

Langenthaler Tagblatt / MLZ

Wer hat die Frauen getötet?
Die Liegenschaft des «Wilden Manns» in Schmidigen wird im Juli/August zum Schauplatz eines Freilicht-krimis. Aufgeführt wird «Die Glätterin» in der Theaterfassung von Bruno Lerch nach dem Roman von Alexander Heimann. Eine richtige Emmentaler Idylle ist der «Wilde Mann» in Schmidigen an der Strasse von Mühleweg nach Wynigen. Neben dem stattlichen Riegelhaus mit Berner Ründe und breiten Vordächern .........    mehr davon gibt es hier:

Unter Emmentaler

Freilichtspiel Schmidigen. Juli/August 2010 soll in Schmidigen, beim Restaurant Zum Wilden Mann, als Freilichtspiel das Drama von Alexander Heimann, «Die Glätterin», zur Aufführung kommen. Der Informations Abend zum Vorhaben fand am letzten Freitag statt – mit einem erstaunlichen Aufmarsch: Über 60 Interessierte nahmen teil. Damit hat das Projekt eine erste Hürde genommen.

Seit Längerem befasst sich Walter Käser damit, auf dem Areal seines Restaurants und Bauernbetriebs in Schmidigen ein Freilichtspiel zu arrangieren. Im Lauf des letzten Jahres fand er dann weitere Interessierte, und es gelang ihm, ein schlagkräftiges OK zusammenzustellen und mit Barbara Leuenberger aus Wasen gleich noch eine begeisterte Regisseurin zu finden. Im Januar nahm das OK dann seine Arbeit auf und entschied, das Projekt mit dem Krimi «Die Glätterin» von Alexander Heimann anzugehen. Inzwischen steht das Konzept, und Barbara Leuenberger hat das Theaterstück von Bruno Lerch bereits bearbeitet und weitgehend der Umgebung und den hiesigen Gegebenheiten angepasst – die Verantwortlichen wollten im Hinblick auf einen Info-Anlass ein Projekt mit «Händen und Füssen» vorstellen können.

Intensive Vorarbeiten
Am letzten Freitag gingen sie mit dem Vorhaben nun an die Öffentlichkeit. Sie hatten indessen keine Ahnung, wer und wieviele Personen sich einfinden würden – zumal verschiedenste Anlässe in der Region die einheimische Bevölkerung beanspruchten. Überraschung und Freude waren gross, als sich über 60 Personen zum Info-Abend einfanden und sich das Projekt von der OK-Präsidentin Christine Käser vorstellen liessen. 40 der ausgeteilten Zettel kamen zurück, auf welchen sich Anwesende für das Theaterspielen, für einen Stand oder sonstige Mithilfe eingetragen haben. Damit hat das Freilichtspiel eine erste grosse Hürde geschafft. Noch bis zum 20. September können sich Interessierte für ihren Beitrag in irgendwelcher Form anmelden. Nach einer ersten flüchtigen Bilanz stellte die Regisseurin Barbara Leuenberger gegenüber dem «UE» fest: «Nach wie vor freut es uns, wenn sich Leute für das Theaterspielen melden. Für die Besetzung aller Rollen brauchen wir vor allem noch jüngere Spielerinnen und Spieler, und auch Männer haben zum Teil noch gezögert, sich für das Mitspielen einzutragen.» Ihr sei bewusst, dass der Aufwand für alle gross sei, denn um das Stück einstudieren zu können, werde die Theatercrew auf möglichst lückenlosen Probenbesuch angewiesen sein. Barbara Leuenberger, die unter anderem beim Dürrenrother Freilichtspiel «Wehrlos» (2008) als Regieassistenz mitgewirkt hat, weiss: «Es wird eine intensive Zeit werden, aber eine schöne.»Trotz dem hervorragenden Start am letzten Freitag haben die Verantwortlichen noch nicht alles auf dem Schlitten, um losfahren zu können: Die Aufwendungen haben sie mit 48 000 Franken budgetiert – allein für die Beleuchtung rechnen sie mit rund 8000 Franken. Deshalb wird nun als Nächs­tes die Suche nach Sponsoren beginnen. Das Interesse in der Öffentlichkeit sei aber sehr ermutigend, und das OK sei zuversichtlich, dass das Projekt zustande komme, stellt Walter Käser fest. Unter anderen hätten sich auch die Nachbarn sehr offen gezeigt und Land für Parkplätze, für den Aufbau der Tribüne und weiteres Entgegenkommen angeboten.

Nachkriegswirren
Kommt das Freilichtspiel zustande, sind 14 Vorstellungen in der Zeit von Freitag, 9. Juli (Premiere) bis Samstag, 7. August 2010 (Derniere) geplant. Das vorgesehene Stück, «Die Glätterin» von Alexander Heimann (nach der überarbeiteten Theaterfassung von Bruno Lerch), spielt 1949, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Das Volk hat sich noch nicht von den Kriegswirren erholt, versucht sich selbst in der Gesellschaft wieder zu finden. Da erschüttert ein Mord das Dörfchen Rüti, und bald schon folgt ein zweiter. Die Liste der Tatverdächtigen ist lang, doch vorerst scheinen alle Recherchen in die Sackgasse zu führen. Für den handfesten, gut aufgebauten und spannenden Kriminalroman bilden das Restaurant / der Bauernhof Zum Wilden Mann mit dem schön res­taurierten Speicher und die idyllische Umgebung des Weilers Schmidigen eine hervorragende Kulisse.

Seit 1640 eine Schenke
Seit über 500 Jahren wird der «Wilde Mann» als Restaurationsbetrieb geführt. Aus Chroniken und anderen Aufzeichnungen ist zu erfahren, dass im Haus im Jahr 1589 unerlaubt gewirtet wurde. 1640 wurde vom Landvogt von Trachselwald in Schmidigen eine Weinschenke bewilligt. Neun Jahre später gestattete der strenge Vogt eine Taverne mit Wirtshausschild. Die Schalrechtskonzession (Wirtepatent) wurde auf «1 Mäs Dinkel» pro Jahr festgelegt. 1849 verbrannte ein grosser Teil des Gebäudes und wurde wieder aufgebaut. 1971 brannten die Gaststube und ein Teil des Privatbereiches aus. 1990 renovierten die Besitzer den ökonomischen Bereich und das Toufistübli. Im Jahr 2000 wurde der Speicher aus dem 15. Jahrhundert restauriert und im Inventar der geschützten Kunstaltertümer aufgenommen. Seit 2008 wird der originell und stilgerecht umgebaute Kuhstall ebenfalls für die Gastronomie genutzt. Der «Wilde Mann» wird heute in dritter Generation von der Familie Walter und Renate Käser geführt. Das Freilichtspiel «Die Glätterin» soll eine weitere kulturelle Bereicherung in die Region bringen. Es liegt nun fest in den Händen der Freiwilligen, der Sponsoren und vor allem des OK’s. Zu diesem gehören nebst der OK-Präsidentin Christine Käser, Walterswil, die Vize-OK-Chefin Andrea Mathys, Dürrenroth, Walter Käser, Schmidigen-Mühleweg (Wirtschaft), Beat Hiltbrunner, Schmidigen-Mühleweg (Bau), Samuel Müller, Sumiswald (Finanzen), Karin Haslebacher, Grünen (Sekretärin), und Barbara Leuenberger als Regisseurin.


Liselotte Jost